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6. Januar 2019 um 19:00 Uhr

Jiddisch subversiv: Jalda Rebling mit Tobias Morgenstern und Daniel Weltlinger

Zum traditionellen Neujahrskonzert am Sonntag, den 6. Januar 2019 betritt um 19.00 Uhr mit Jalda Rebling eine der bekanntesten Interpretinnen jiddischer Lieder die Bühne in der Alten Synagoge in Hagenow. Gemeinsam mit Daniel Weltlinger und Tobias Morgenstern erkundet die renommierte Sängerin abseits von Klezmer und Mainstream die Faszination einer Sprache und fragt: Woher kommt der Jiddisch Hype heute? Woher kam der Jiddisch Hype im letzten Jahrzehnt der DDR? Woher kam der Jiddisch Hype zwischen den Weltkriegen im letzten Jahrhundert? Was macht den Reiz einer Sprache aus, die im 14. Jahrhundert aus Deutschland auswandern musste, immer wieder totgesagt wurde und heute lebendiger ist denn je?

Seit über 35 Jahren ist Jalda Rebling eine welterfahrene und international anerkannte Spezialistin für jüdische Musik vom frühen Mittelalter bis in die Moderne. Als Tochter des Künstlerehepaars Lin Jaldati und Eberhard Rebling siedelte sie als Kind 1952 von Amsterdam in die DDR über. In Berlin studierte sie Schauspiel und machte sich mit jiddischen und sephardischen Liedern und Geschichten einen Namen. Im Jahr 2007 wurde sie nach einem Studium zur Chasan ordiniert und ist seitdem eine der wenigen jüdischen Kantorinnen in Deutschland. Sie sieht sich in der Tradition der Maggidim, jüdischer Wander-Lehrer, die mit Liedern, Legenden und Geschichten jüdisches Wissen in die Welt tragen.

Mit dem Geiger Daniel Weltlinger und dem Akkordeonisten Tobias Morgenstern hat sie sich zwei kongeniale Musiker an ihre Seite geholt. Weltlinger ist mit seinem warmen Ton und virtuosem Spiel im Klezmer ebenso zu Hause wie in Jazz und Gypsy-Swing und tritt auch regelmäßig mit Karten Troyke und Janko Lauenburger auf. Stilistische Grenzen kennt auch der aus Dresden stammende Morgenstern nicht. Seine Erfahrung und sein vielseitiges Spiel machen ihn zu einem gefragten Musiker, der auch als Theaterintendant weiß, was auf die Bühne gehört. Gemeinsam begeben sie sich mit ihrem Programm „Jiddisch subversiv“ auf eine abwechslungsreiche und mitreißende, musikalische Spurensuche.

Karten gibt es im Vorverkauf in der Hagenow-Information, Lange Straße 79, 19230 Hagenow, 03883/729096, e-mail: hagenow-info@hagenow.de. Vorbestellte und per Überweisung bezahlte Karten können ab 18.00 Uhr an der Abendkasse abgeholt werden.